CT-gesteuerte Schmerztherapie

CT-gesteuerte Schmerztherapie an der Ledenwirbelsäule

Rückenschmerzen, Schulterschmerzen oder Schulter-/Nackenschmerzen sind häufig allein schon durch eine geeignete Krankengymnastik und manuelle Therapie bzw. durch osteopathische Maßnahmen zu behandeln. Mitunter sind die Beschwerden jedoch so stark, dass man den Einstieg in eine ursächliche Behandlung nicht finden kann, ohne dass zumindest einmal der erste große Schmerz verschwindet.

Eine der Ursachen, bei denen Schmerzen gut durch gezielte lokale Behandlung vermindert oder beseitigt werden können, ist die computertomographiegesteuerte Schmerzblockade der Wirbelgelenke.

Häufig ist selbst bei bestehendem Bandscheibenvorfall die Schmerzursache zumindest nicht alleine durch den auf das Nervengewebe Druck ausübenden Bandscheibenvorfall bedingt, sondern durch den Arthroseschmerz der Wirbelgelenke. Die Wirbelgelenke sind an sich zarte Gleitlager, die bei Fehlhaltung der Wirbelsäule, fehlender muskulärer Spannung und Schwäche der Muskulatur so großen Belastungen ausgesetzt sein können, dass selbst in jungen Jahren schmerzhafte verschleißbedingte Veränderungen an diesen Gelenken auftreten. Langfristig können nur die Korrektur der Fehlhaltung und die Verringerung der Überbelastung durch Übergewicht oder die Korrektur ausgleichsbedürftiger Unterschiede der Beinlänge wirksam Abhilfe schaffen.

Wie geht die Behandlung vor sich?

Vor der Schmerztherapie muss durch geeignete bildgebende Verfahren geprüft werden, welche mechanische Komponente, d.h. welches Wirbelsegment den größten Beitrag zu den aktuellen Schmerzen verursacht. Kommen mehrere Segmente für die Ursache der Schmerzen in Betracht, werden diese nacheinander durch die CT-gesteuerte Schmerztherapie schmerzfrei gestellt. So kann man Ende wirklich sicher sein, welchen Beitrag die unterschiedlichen Bewegungssegmente der Wirbelsäule zu den aktuellen Schmerzen beitragen.

Darüber hinaus muss durch die klinische und bildgebende Diagnostik vor der Behandlung sichergestellt sein, dass nicht andere behandlungswichtige Schmerzursachen vorrangig sind.

Unter bildlicher Darstellung der zu behandelnden Körperregionen “scheibchenweise” kann man sich die Körperscheibe aussuchen, in deren Ebene man auf geradem Wege eine sehr feine Nadel in das zu behandelnde Wirbelgelenk oder in die zu behandelnde schmerzhafte Region vorschieben kann. Dies geschieht natürlich nach vorheriger örtlicher Betäubung der Haut und des geplanten Weges der Nadelpassage.

Da die Schmerzen der Wirbelgelenke regelhaft mit einer Reizung der Gelenkinnenhaut einhergehen, bringen wir in den Gelenkspalt eine lokal entzündungshemmende Substanz ein, die am Ort der Entzündung (dem Innenraum des Gelenks) in hoher Konzentration entzündungshemmend wirksam ist, wovon aber in den Körper nur sehr allmählich sehr geringe Dosen gelangen.